


Mehr als drei Millionen Menschen in Frankreich sollen an Unfruchtbarkeit leiden, was sie zu einem wichtigen Problem der öffentlichen Gesundheit macht. In Frankreich wird die IVF von der staatlichen Krankenkasse bezahlt, und jede Frau hat Anspruch auf vier IVF-Zyklen pro Kind. Aus einem Bericht aus dem Jahr 2022 geht hervor, dass jedes vierte französische Paar, das 12 Monate oder länger versucht hat, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, dies nicht schafft. Ab 2021 können sich auch lesbische Paare und alleinstehende Frauen einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen, die zuvor heterosexuellen Paaren vorbehalten war.
In Frankreich ist die gleichgeschlechtliche Adoption seit 2013 möglich. Mit dem Gesetz vom 21. Februar 2022 wurden die Rahmenbedingungen für die Adoption in Frankreich erheblich geändert. Insbesondere wurde das Monopol der Ehe als Voraussetzung für die Adoption aufgehoben. Gleichgeschlechtliche Paare müssen also nicht mehr verheiratet sein, um ein Kind adoptieren zu können.
Die Leihmutterschaft wurde offiziell durch das Gesetz vom 29. Juli 1994 über die Achtung des menschlichen Körpers verboten. Das hat jedoch zahllose Bürger nicht davon abgehalten, in den Vereinigten Staaten und anderswo Leihmutterschaftsdienste in Anspruch zu nehmen. Es wird ein Urteil vor der Geburt (und möglicherweise nach der Geburt) erwirkt, das die rechtliche Abstammung feststellt. Das Baby kann dann nach seiner Rückkehr in die Heimat die französische Staatsbürgerschaft erhalten.




